Info Wurftaubenschiessen

Während die meisten Schießsport-Disziplinen zum Ziel haben, ein Einzelgeschoss möglich präzise in die "Zehn" der Scheibe zu setzten, schickt die Schrotpatrone gleiche mehrere hundert Rundkugeln auf die Reise. Doch das muss sie auch, denn schließlich bewegt sich die Wurfscheibe in den Unterschiedlichsten Winkeln blitzschnell vom Schützen weg.

Trap

Trapstand_neu

Beim Trap schießen die Schützten von 5 nebeneinander liegende Ständen auf die Wurfscheibe, diese befinden sich 15 Meter hinter dem Bunker ( Olympischer Graben )in dem sich die Wurfmaschinen ( 15 Stück) befinden. Im Rotationsverfahren werden die Wurfscheiben im Voranschlag mit einer 24 Gramm Ladung aus einer Bockdoppelflinten beschossen. Hierfür hat man zwei Schuss zur Verfügung.

Doppeltrap

Doppeltrapstand_neu

Doppeltrap ist eine noch sehr junge olympische Disziplin, die im Jahr 1988 international eingeführt und 1996 olympische Disziplin wurde. Obwohl mit Flinten der Kaliber 12, 16 oder 20 auf die Wurfscheiben geschossen werden kann, kommen praktisch nur Bockdoppelflinten des Kalibers 12 bei dieser Disziplin zum Einsatz. Es wird auf jeweils zwei Wurfscheiben (also eine Doublette) geschossen, die von zwei starren Wurfmaschinen geworfen werden. Die Maschinen sind fest eingestellt und unterscheiden sich im Wurfwinkel und Höhe (Maschine 7: 0 bis 5 Grad links; Höhe: 3m. Maschine 8: 0 Grad 3,5 m; Maschine 9: 0 bis 5 Grad rechts, 3 m). Das Schrotgewicht ist nicht schwerer als 24 g. Nach jeder Doublette wechselt, wie beim Trap, der Schütze den Stand. Geschossen wird von fünf Ständen. Ein Wettkampf geht über 150 Wurfscheiben, die in fünf Durchgänge mit jeweils 15 Doubletten eingeteilt sind. Bei jedem Durchgang werden die Doubletten von zwei unterschiedlichen Maschinen geworfen (Programm 1: Maschine 7 + 8. Programm 2: Maschine 8 + 9. Programm 3: Maschine 7+9). Ein Finale der besten 6 Schützen wird bei allen ISSF-Wettkämpfen und Meisterschaften geschossen.Neu ab 01.01.2004: Abruf mit Timer: Nach Abruf erfolgt der Abwurf der Wurfscheiben mit einer Verzögerung von 0 bis 1 Sekunde (Timer mit Zufallsgenerator).

Skeet

Der Wurfscheibenkreuzungspunkt ist zugleich der Kreismittelpunkt M. Die Wurfscheiben müssen einen 4,6 m darüberliegenden Kreis von 0,90 bis 0,95 m Durchmesser durchfliegen.

Skeetstand-neu

Beim sportlichen Skeet wird eine Serie von 25 Wurfscheiben beschossen. Der Schütze darf dabei im Gegensatz zum jagdlichen Skeet jeweils nur einen Schuss auf die Wurfscheibe abgegeben, wobei die Schrotladung maximal 24 g betragen darf. Auf den ersten beiden Positionen wird eine Wurfscheibe aus dem Hochhaus sowie eine Doublette beschossen. Auf den Positionen 3 bis 5 werden jeweils einzelne Wurfscheiben von beiden Maschinen sowie eine Doublette beschossen, auf den Positionen 6 und 7 sind es eine Wurfscheibe aus dem Niederhaus sowie eine Doublette und auf der 8. Position sind es zwei einzelne Wurfscheiben von beiden Maschinen. Änderung/Neue Sequenz gültig ab 01.01.2005: Stand 1: Hochhaus + Doublette Stand 2: Hochhaus + Doublette Stand 3: Hochhaus + Doublette Stand 4: Hochhaus + Niederhaus + Doublette + Rev. Doublette Stand 5: Niederhaus + Doublette Stand 6: Niederhaus + Doublette Stand 7: Doublette Stand 8: Hochhaus + NiederhausDer Schütze ruft die Tauben ab; nach dem Abruf dürfen zwischen 0 und 3 Sekunden verstreichen, bevor die Wurfscheibe sichtbar ist (Timer).Im Wettkampf besteht die sogenannte Rotte aus 6 Schützen. Olympische wie viele andere nationale und internationale Wettbewerbe werden über 125 Wurfscheiben und dem Finale (nur die besten 6) ausgetragen. Bei Treffergleichheit wird ein Stechen geschossen (sog. Shoot-Off auf Station 4 - nur Doubletten), bis ein Schütze eine Scheibe verfehlt (und sein Kontrahent diese trifft). Die sportlichen Wettkämpfe werden in Deutschland durch den Deutschen Schützenbund organisiert.

Änderung/Neue Sequenz gültig ab 2014:
Stand 1: Hochhaus + Dublette, Stand 2: Hochhaus + Dublette, Stand 3: Hochhaus + Dublette, Stand 4: Hochhaus + Niederhaus (2 Patronen laden, Waffe bleibt geschlossen), Stand 5: Niederhaus + Dublette, Stand 6: Niederhaus + Dublette, Stand 7: Dublette, zurück zu Stand 4: Dublette (Hoch-Niederhaus) + Rev. Dublette (Nieder-Hoch), Stand 8: Hochhaus + Niederhaus